Der Strowgerwähler (System 22)
       
 

Almon Strowger, auf den die Erfindung des nach ihm benannten W√§hlers zur√ľckgeht, war urspr√ľnglich Bestattungsunternehmer aus Kansas City, Missouri, USA. Die Idee hatte er gem√§√ü einer √úberlieferung, als ihm der Verdacht kam das die Dame an der damals √ľblichen Handvermittlung immer einen Konkurenten bei Auftr√§gen bevorzugen w√ľrde. Daraufhin beschlo√ü er diese Willk√ľr dadurch zu beenden, dass er jedem Telefoninhaber die M√∂glichkeit geben wollte eigenst√§ndig zu entscheiden, welchen Teilnehmer er anrufen m√∂chte. Und so funktioniert er nun: Der Strowgerw√§hler hat einen Eingang und 100 Ausg√§nge. Das bedeutet, das jedem Teilnehmer in der Vermittlung ein W√§hler zugeordnet war. Da ein W√§hler ca 35 cm hoch war, kam da schon so einiges an Platzbedarf zusammen. Die 100 Ausg√§nge setzten sich aus 10 Reihen mit jeweils 10 Anschl√ľssen zusammen. Das bedeutete damals in der Praxis, das mit jedem Tastendruck am Telefon der W√§hler um eine Reihe angehoben wurde und anschlie√üend mit jedem Tastendruck der zweiten Taste am Telefon um jeweils eine Spalte zur Seite geschoben wurde. Und siehe da, schon war man verbunden. √úbrigends wurde die weltweit erste kommerzielle Vermittlung mit 99 m√∂glichen Teilnehmern in La Porte, Indiana, USA im November 1892 von seinem Unternehmen in Betrieb genommen. Nach dem Auflegen, drehte der W√§hler sich zur√ľck und fiel anschlie√üend nach unten - er l√∂ste aus. Strowgerw√§hler waren die ersten automatischen W√§hler die in gro√üem Umfang in Deutschland durch die Reichspost eingesetzt wurden.

strowgerwaehler  
 
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